Olympiade in Samarkand: Schweizerinnen auf Rang 18, Schweizer auf Rang 46

Beide Schweizer Teams gewannen ihre Schlussrunde mit 2½:1½. Herausragend war IM Fabian Bänziger mit 6½ aus 9 und einer Performance von 2513.

Die Schacholympiade 2026 im usbekischen Samarkand ist vorbei. Der Schweizerische Schachbund zieht in seinem Schlussbericht eine versöhnliche Bilanz.

Frauen: ein Rang hinter der Startnummer

Mit einem 2½:1½ gegen Peru in der 11. Runde schoben sich die Schweizerinnen noch auf Rang 18 von 189 Teams vor. Gesetzt waren sie als Nummer 17. Das Ziel, ein Platz unter den besten zehn, wurde zwar verpasst, doch das Resultat liegt nahe an der Erwartung. In der Schlussrunde gewannen GM Alexandra Kosteniuk und WIM Sofiia Hryzlova an den Brettern 1 und 2, WGM Ghazal Hakimifard spielte remis.

Die meisten Punkte holten Hryzlova und Hakimifard mit je 6½ aus 9. Die höchste Performance im Team erzielte Kosteniuk mit 2364 (5 aus 9).

Open: Bänziger als Matchwinner

Die Schweizer, als Nummer 33 gesetzt, beendeten das Turnier auf Rang 46 von 206 Teams. Auch sie gewannen die letzte Runde mit 2½:1½, gegen Uruguay. GM Sebastian Bogner, GM Nico Georgiadis und FM Colin Federer spielten remis, den entscheidenden Punkt holte IM Fabian Bänziger.

Bänziger war der beste Schweizer in Samarkand: 6½ Punkte aus 9 Partien und eine Performance von 2513, 87 Punkte über der eigenen Wertung. Ebenfalls über 2500 lagen GM Li Min Peng (2538, 5½ aus 8) und GM Sebastian Bogner (2512, 5½ aus 11).

SpielerPunktePerformance
GM Sebastian Bogner5½ / 112512
GM Nico Georgiadis4 / 92425
GM Li Min Peng5½ / 82538
IM Fabian Bänziger6½ / 92513
FM Colin Federer3½ / 72208

Gold für Usbekistan und China

Im Open gewann Gastgeber Usbekistan mit zwei Punkten Vorsprung vor Indien und Deutschland. Bei den Frauen siegte China, ebenfalls mit zwei Punkten Vorsprung, vor Kasachstan und Indien.

Wer die Schweizer Partien nachspielen will: Ausgewählte Matches der Schweizer Teams sind auf olympiad2026.unremarkable.info kommentiert (auf Englisch).